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History

Die Bischofsmühle um 1900

Wissenswertes über die Bischofsmühle
Die Bischofsmühle war eine von mehreren Schneidmühlen, die sich oberhalb der Einmündung der Thiemitz an der Wilden Rodach wie Perlen an der Schnur hintereinander aufreihten: Schübelhammer-, Löhmar-, Rauschenhammer-, Dorschen- und Bischofsmühle. Leider steht bei den meisten dieser hübsch im Talgrund gelegenen Mühlen das Sägegatter schon lange still. Nach einer von dem deutschen Kaiser Karl V. im Jahre 1551 unterzeichneten Urkunde durften die Untertanen von Rodeck unweit ihres Dörfchens an der Wilden Rodach eine Mühle errichten.
Ihr Name leitet sich vermutlich vom ersten Müllerab, der Lorentz Bischoff hieß. Die Bischofsmühle wurde nach Erteilung der allerhöchsten Genehmigung an der Stelle errichtet, an der sich bereits vorher eine Mühle befunden hatte, die abgegangen war, deren Reste und Spuren man aber Mitte des 16. Jahrhunderts noch sah.
Die Bischofsmühle hatte das Recht, (Getreide) zu mahlen, Holz zu schneiden und zu "pleuen", d.h. es durfte ein Schlaggang zum Ölpressen eingebaut werden.
Im 17. Jahrhundert wurde die Mühle nach dem damaligen Besitzern

vorübergehend auch "Schößelmühl" oder "Scheselmühl" genannt. In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges hatte selbst diese so abgelegene Mühle erheblich zu leiden. So waren dem Müller von 1632 - 35 Schäden und Verluste (v.a. an Vieh, Kleidung, Hausrat, Werkzeugen) im Wert von mehr als 300 Gulden entstanden.
Wie dei anderen eingangs erwähnten Mühlen im oberen Talgrund der Wilden Rodach hatte die Bischofsmühle einen Schneidegang mit recht geringer Schnittleistung. 1850 konnte sie beispielsweise im Jahr nur 70 Massenklafter an Holz verarbeiten, das sind rund 175 qbm. Die Mühlen an der oberen Wilden Rodach hatten natürlich auch wenig Wasser zu Verfügung. Geschnitten konnte nur zur Schneeschmelze, wenn hinreichend Wasser vorhanden war.

Von 1789 - 1927 saß die Müllerfamilie Hartenstein über mehrere Generationen auf der Bischofsmühle. Nach einem Brand im Jahre 1903 renovierte Hans Hartenstein das Anwesen. Er verkaufte es schließlich 1927 an Johann Ehrhardt, den Vater der jetzigen Besitzerin Dora Strößner. Die Mahlmühle steht schon seit 1964 still. Ein kleines Sägewerk wurde noch etwas länger betrieben, allerdings auch schon nicht mehr mit Wasserkraft!

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